Trachealkanülenmanagement und Atemtherapie in der Pädiatrie
Von der Trachealkanülen-Versorgung von Frühgeborenen und Säuglingen bis zur therapeutischen Intervention der logopädischen Atemtherapie
Dysphagie, Kindersprache
- Zeiten:
- 22. Oktober 2027
- 23. Oktober 2027
- UE:
-
16
Unterrichtseinheiten - Ort:
- Online-Fortbildung
- Gebühr:
- 310,00 €
- Punkte:
-
16
Fortbildungspunkte - Für:
- Logopädie
- Von:
-
Logomania
Sabrina Sax
- Mit:
Bettina Genz
Beschreibung
Dieser Intensivkurs ist eine spezialisierte Weiterbildung, die klinisch relevantes Wissen zur optimalen Trachealkanülen-Versorgung mit fundierten atemtherapeutischen Handgriffen zur Optimierung der Atem-Schluck-Koordination bei Säuglingen und Kleinkindern verknüpft. Die 16 Unterrichtseinheiten vermitteln Ihnen die notwendige Expertise für das komplexe interdisziplinäre Management von Kindern mit eingeschränkter Atmungsfunktion.
• Grundlagen der TK-Versorgung: Im Fokus stehen die besonderen anatomischen Herausforderungen der Pädiatrie, die spezielle Anforderungen an die Kanülenwahl (z. B. dünnwandige Modelle mit maximiertem Innendurchmesser) und das Risikomanagement stellen.
• Klinisches Management: Der Kurs beleuchtet die korrekte Indikationsstellung, die Prävention kritischer Komplikationen und die essenziellen Pflegeprotokolle.
• Dekanülierung: Ein detaillierter Abschnitt widmet sich dem sequenziellen Dekanülierungspfad, der von Downsizing über den Einsatz von Sprechventilen bis zum Capping Trial reicht. Hierbei wird die zentrale therapeutische Bedeutung von Sprechventilen zur Wiederherstellung des subglottischen Drucks und zur Verbesserung des Schluckreflexes hervorgehoben.
• Interdisziplinarität: Die unverzichtbare Rolle der interdisziplinären Zusammenarbeit, insbesondere des Dysphagiemanagements durch die Logopädie, wird dargestellt, um eine erfolgreiche und sichere Dekanülierung zu gewährleisten.
Modul 1: TK-Versorgung und Dekanülierungs-Pfad (8 UE)
Dieser erste Kursteil vermittelt klinisch relevantes Wissen zur optimalen TK-Versorgung von Frühgeborenen und Säuglingen.
1. Kanülierung:
1.1 Tubusregel
Grundprinzipien
Probleme bei falscher Größe
Faustformel für Kinder
1.2 Indikation
Langzeitbeatmung
Atemwegsobstruktion
Schutz der Atemwege
Sekretmanagement
1.3 Begriffe & Verfahrensweisen
Tracheotomie versus Tracheostomie
offene Chirurgie
perkutane Dilatation
1.4 Komplikationen
Infektionen
Blutungen
Tubusverlegung
Schäden an der Luftröhre
Schluck- und Sprechstörungen
1.5 Prävention
Regelmäßige Pflege
korrekte Tubusgröße
Feuchtigkeitsmanagement
Schulung
1.6 Familiäres Umfeld
Psychologische Unterstützung
praktische Schulung
Anpassung des Alltags
1.7 Trachealkanülenwechsel: Vorbereitung/Planung/Durchführung
2. Dekanülierung
2.1 Pädiatrische Dekanülierungspfade
Vorbereitungsphase: Bestimmung der Weaning- und Dekanülierungsbereitschaft (Readiness) anhand physiologischer Prädiktoren.
Praktische Umsetzung: Schrittweise Entwöhnung durch Tubusverkleinerung (Downsizing), Sprechventil-Training und abschließenden Verschluss (Capping Trial).
Therapeutischer Fokus: Intensive logopädische Begleitung der Schluck-Sprech-Funktion sowie optimiertes Sekretmanagement.
Sicherung des Erfolgs: Individuelle Strategien für Hochrisikopatienten sowie qualitätsgesicherte klinische Infrastruktur.
2.2 Sprechventile
Funktion und Gefahr der CO₂-Retention
2.3 Atmung
Atemarbeit
Schleimmanagement
Atem-Schluck-Koordination
Modul 2: Atemtherapie bei pädiatrischen Dysphagien (8 UE)
Dieser zweite Modulteil schließt direkt an die TK-Versorgung an und vertieft die Theorie und Handgriffe für eine effektive Atemtherapie im Säuglings- und Kleinkinderbereich (8 UE). Der Fokus liegt hierbei auf den spezifischen Atemherausforderungen von Kindern mit Trachealkanülen, um die notwendigen Kompetenzen zur Optimierung der Atem-Schluck-Koordination zu vermitteln.
Die Dozentin zeigt die Zusammenhänge einer eingeschränkten Atmung mit Schluckstörungen auf und erklärt die entsprechende Diagnostik.
2.1 Theoretische Grundlagen und Diagnostik
• Grundlagen: Vertiefte Betrachtung der Lungenanatomie, der Atemmuskulatur und der Lungenfunktion.
• Diagnostik: Erläuterung der entsprechenden Diagnostik bei eingeschränkter Atmung.
• Auskultation: Die Teilnehmer lernen, Schluck- und Atemgeräusche, die durch ein einfaches Stethoskop hörbar sind, kennenzulernen. (Bitte halten Sie hierfür eine Babypuppe und ein einfaches Stethoskop bereit!)
2.2 Therapeutische Interventionen
Anhand von Videos werden sinnvolle Übungen und Handgriffe für die Therapie vorgestellt. Die Interventionen umfassen:
• Sekretmobilisation und Atemwegerweiterung
• Verbesserung der Atemtiefe und Atemfrequenz
• Kräftigung der Atemmuskulatur
• Anbahnung und Automatisierung einer effektiven Atmung und eines effektiven Hustens
• Attentions
