Mehrsprachigkeit und Sprachentwicklung – ein kultursystemischer Ansatz
Kindersprache
- Zeit:
- 10. Juli 2027
- UE:
-
8
Unterrichtseinheiten - Ort:
- Präsenz-Fortbildung in München
- Gebühr:
- 249,00 €
- Punkte:
-
8
Fortbildungspunkte - Für:
- Logopädie
- Von:
-
Logomania
Sabrina Sax
- Mit:
- ÖÖÖzlem Önder
Beschreibung
Migrationshintergrund und Mehrsprachigkeit ist in Deutschland gelebter Alltag,- trotzdem im therapeutischen Kontext noch immer eine schwierige Aufgabe. In diesem Seminar möchte ich Ihnen die besonderen Umstände und Herausforderungen von Spracherwerb bei Mehrsprachigkeit darstellen und Kultur-Systemische Ressourcen für besseres Gelingen aufzeigen.
Sprachentwicklung unterliegt neben den rein linguistischen Parametern, vorrangig kognitiven, motorischen, auditiven, emotionalen und sozialen Einflüssen. Bei Mehrsprachigkeit kann das „mehr“ an Sprache und „mehr“ an kulturellen Einflüssen nicht nur ein Gewinn sein, sondern auch eine zusätzliche Hürde werden.
Mehrsprachigkeit zwischen Physiologie und Pathologie am Beispiel türkischer Kinder, ein Spannungsfeld zwischen echter Sprachentwicklungsstörung und „Deutschmangel“ gilt es zu differenzieren. Störungsbilder wie SES/SEV, Dyslalien, AVWS, Stottern, Dysgrammatismus , usw. werden in den Kontext gesetzt.
Sprachangebot -und Förderung Zuhause, kulturabhängige „Missverständnisse“ in der Elternarbeit sind weitere Themen im Seminar.
“ Andere Menschen–Andere Sitten“, Orient und Okzident- kulturabhängige Familienstrukturen, Erziehung, Sozialisation, gesellschaftliche Erwartungen, Rollenverhalten, usw. sind nicht zu unterschätzende Einflussfaktoren für Spracherwerb und Sprechverhalten.
„Die Zunge ist die Übersetzerin des Herzens.“ (arabisches Sprichwort)
Der Kultur-Systemische Ansatz möchte einen Perspektivwechsel anbieten für Diagnostik, Therapie und Elternarbeit.