ADHS jenseits von Stereotypen – geschlechtersensibel und altersbewusst einordnen
Pädiatrie
- Zeit:
-
16. Dezember 2026
17:00 bis 19:00 Uhr - UE:
-
3
Unterrichtseinheiten - Ort:
- Online-Fortbildung
- Gebühr:
- 39,99 €
- Für:
- Logopädie, Ergotherapie
- Von:
-
Therapädia - Anita Böhme
Böhme Anita
- Mit:
- TTTonja Thümler
Beschreibung
ADHS jenseits von Stereotypen – geschlechtersensibel und altersbewusst einordnen
ADHS wird im pädagogischen Alltag häufig noch immer durch stereotype Bilder geprägt. Laut, impulsiv, störend – dieses vereinfachte Verständnis greift jedoch zu kurz. Symptome zeigen sich je nach Geschlecht, Alter und Lebensphase unterschiedlich und bleiben insbesondere bei Mädchen, Jugendlichen oder auch älteren Betroffenen häufig unerkannt oder werden anders bewertet.
Genau hier setzt diese praxisorientierte Fortbildung an. Sie lernen, geschlechtsspezifische Unterschiede in der Symptompräsentation sowie altersbezogene Zuschreibungen fachlich einzuordnen und eigene Wahrnehmungsmuster zu reflektieren. Thematisiert werden internalisierende Verläufe, Masking-Strategien sowie typische Fehldiagnosen.
Sie erhalten fundiertes Hintergrundwissen sowie konkrete Impulse für eine stereotypefreie, differenzierte Betrachtung von ADHS im schulischen und pädagogischen Kontext. Ziel ist es, mit mehr diagnostischer Sensibilität, Klarheit und Handlungssicherheit im professionellen Alltag zu agieren.
Inhaltliche Schwerpunkte:
• Alters- und geschlechtsspezifische Stereotype und ihre Wirkung auf Wahrnehmung
• Unterschiedliche Symptompräsentationen (externalisierend vs. internalisierend)
• Masking- und Kompensationsstrategien
• Typische Fehldeutungen und diagnostische Fallstricke
• Psychosoziale Folgen spät erkannter oder ausbleibender Diagnosen
Zielgruppe:
Schulbegleitungen
Lehrkräfte
Pädagogische Fachkräfte
Therapeut:innen
Eltern
Multiprofessionelle Teams
Materialien:
Bereitstellung der Präsentation (z. B. PowerPoint)
(Standardisiertes Notiz-Handout wird durch den Veranstalter bereitgestellt.)
Eine Teilnahmebescheinigung wird Ihnen nach erfolgreicher Teilnahme per Post zugeschickt.
Die Durchführung erfolgt ab einer Mindestteilnehmerzahl von 8 Personen.
Kurzvita der Referentin:
Tonja Thümler, ansässig in Nürnberg, ist universitär ausgebildete Mediatorin mit dem Schwerpunkt Konfliktmanagement in interkulturellen, familiären und schulischen Kontexten. Sie verfügt über einen sozial-psychologischen Hintergrund und verbindet fundiertes theoretisches Wissen mit praxisnaher Vermittlung. Als freiberufliche Online-Dozentin in der Weiterbildung von Schulbegleitungen und Integrationsassistent:innen liegt ihr Fokus auf der verständlichen Aufbereitung komplexer psychologischer Zusammenhänge sowie auf konkreten Handlungsimpulsen für den pädagogischen Alltag. Ihre Arbeitsschwerpunkte umfassen unter anderem Psychoedukation, ADHS, Lernstörungen und die Stärkung professioneller Haltung im Umgang mit neurodivergenten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen.