Semantisch-lexikalische Diagnostik bei SES
- sicher auswählen gezielt einsetzen. Ein Fahrplan für die Arbeit mit unterschiedlichen Störungsprofilen
Kindersprache
- Zeit:
-
13. März 2027
09:30 bis 17:15 Uhr - UE:
-
8
Unterrichtseinheiten - Ort:
- Präsenz-Fortbildung in Kamen
- Gebühr:
- 242,00 €
- Punkte:
-
8
Fortbildungspunkte - TN:
-
22
Teilnehmer:innen - Für:
- Logopädie
- Von:
- dgs-doppelpunkt
- Mit:
- CCCarolin Carles

Beschreibung
Semantisch-lexikalische Auffälligkeiten zählen zu den zentralen Symptomen bei Sprachentwicklungsstörungen (SES). Doch nicht immer liefert eine Diagnostik-stunde valide Ergebnisse. In der Praxis stellt sich häufig die Frage: Welches diagnostische Verfahren ist bei welchem Störungsprofil sinnvoll – und wie lassen sich die Ergebnisse sicher interpretieren? Gerade bei komplexeren Profilen – etwa bei stark eingeschränktem Sprachverständnis oder zusätzlichen Entwicklungsstörungen – sind Testergebnisse nicht immer eindeutig. Eine gezielte Auswahl geeigneter Verfahren und eine fundierte Interpretation sind daher entscheidend.
Das Seminar vermittelt praxisnah, wie sich semantisch-lexikalische Störungsschwerpunkte differenziert erfassen lassen – auf Basis geeigneter Testverfahren, gezielter Beobachtung und unter Einbezug sprachrelevanter Fähigkeiten. Verschiedene linguistische Modelle zur Sprachentwicklung und Sprachverarbeitung dienen dabei als theoretischer Rahmen zur Strukturierung der Störungsschwerpunkte und zur Ableitung diagnostischer Strategien.
Anhand von Fallbeispielen mit unterschiedlichen Störungsprofilen und Entwicklungsniveaus werden diagnostische Entscheidungen gemeinsam entwickelt und reflektiert. Der kollegiale Austausch unterstützt die Übertragung in die eigene Praxis und stärkt die diagnostische Sicherheit im Umgang mit heterogenen kindlichen Profilen.
Nach dem Seminar können Sie:
• Störungsschwerpunkte im semantisch-lexikalischen Bereich sicher zuordnen
• geeignete Diagnostikverfahren für verschiedene Störungsprofile gezielt auswählen und anwenden
• sprachrelevante Fähigkeiten (z. B. Spielverhalten, Aufmerksamkeits-steuerung, Arbeitsgedächtnis) einbeziehen und interpretieren
• die Aussagekraft diagnostischer Ergebnisse fachlich fundiert einschätzen
Das Seminar bezieht sich inhaltlich auf die Arbeit mit Kindern im Alter von 1 bis 11 Jahren.