Säuglinge und Kleinkinder mit Trachealkanülen und Beatmung
- Zeiten:
- 04. März 2027
- 05. März 2027
- UE:
-
16
Unterrichtseinheiten - Ort:
- Präsenz-Fortbildung in Freiberg
- Gebühr:
- 320,00 €
- Punkte:
-
16
Fortbildungspunkte - TN:
-
18
Teilnehmer:innen - Für:
- Logopädie
- Von:
-
Das Dysphagiezentrum
Sabine Böttcher
- Mit:
- NBNicolin Bähre
Beschreibung
Säuglinge und Kleinkinder, die auf eine Trachealkanüle und unter Umständen auch auf Beatmung angewiesen sind, begegnen uns im ambulanten Therapiealltag immer häufiger. Aufgrund medizinischer Weiterentwicklungen wird die Anzahl dieser betroffenen Kinder und deren Familien in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen. Häufig stehen die betroffenen Eltern schon heute vor der großen Herausforderung, eine Therapeutin zu finden, die ihr Kind im häuslichen Umfeld behandelt.
Dieses Seminar beschäftigt sich, in Theorie und Praxis, mit den Besonderheiten und der Komplexität, die uns im therapeutischen Setting mit den betroffenen Kindern und ihren Familien begegnen.
Der zentrale Ansatz im therapeutischen Handeln ist, gerade im häuslichen Umfeld von Säuglingen und Kleinkindern, eine systemisch-familienzentrierte Haltung. Diese stellt die Schnittstelle zwischen medizinisch und therapeutisch optimaler Versorgung und deren Umsetzbarkeit im Familienalltag dar.
SEMINARTAG 1 widmet sich deshalb fachlichen Fragen wie:
- Besonderheiten in Anatomie + Physiologie
- Bedeutung oraler Ernährung für die allgemeine Entwicklung
- Wahrnehmung
- Schlucken und Sprachentwicklung
- Krankheitsbilder mit möglicher Indikation für Tracheotomie
- Beatmungsformen und -parameter
- Tracheotomie – mögliche Komplikationen
- TK-Management
- Indikationen für Sondenernährung
- Auswirkungen von Sondenernährung auf die orale Entwicklung
- Auswirkungen einer TK auf die Entwicklung des Kindes
- Kommunikation
- Sprachentwicklung
- Soziale Interaktion
SEMINARTAG 2 beleuchtet die Herausforderungen, denen sich Familien mit betroffenen Kindern täglich stellen müssen. Dieser Kurstag macht im Workshopcharakter erfahrbar, was therapeutische Interventionen immer wieder hemmt, verzögert oder nur in „abgespeckter Form“ ermöglicht.
Hinweise:
Es handelt sich nicht um ein Seminar zur Dysphagietherapie, sondern explizit um einen familienzentrierten Ansatz hinsichtlich Trachealkanülenversorgung und Beatmung in der ambulanten Versorgung von Kindern. Vorkenntnisse im Bereich der Dysphagie sind deshalb wünschenswert, um größtmöglichen Nutzen für den therapeutischen Alltag aus der Fortbildung zu ziehen.
Da es um kleine Kinder mit teilweise sehr schweren Erkrankungen geht, empfehlen wir schwangeren Interessentinnen, die Fortbildung lieber zu einem späteren Zeitpunkt zu besuchen.
