Mehrsprachigkeit und Sprachentwicklung - ein kultursystemischer Ansatz in Diagnostik, Therapie und Elternarbeit
Kindersprache, LRS und Lerntherapie, Konzentrationstraining, Pädiatrie, Pädiatrie
- Zeiten:
-
12. Februar 2027
15:00 bis 18:15 Uhr -
13. Februar 2027
09:00 bis 16:30 Uhr - UE:
-
12
Unterrichtseinheiten - Ort:
- Präsenz-Fortbildung in Ramstein-Miesenbach
- Gebühr:
- 285,00 €
- Punkte:
-
12
Fortbildungspunkte - TN:
-
16
Teilnehmer:innen - Für:
- Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie
- Von:
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IFF Saar-Pfalz - Institut für Fortbildung
Frau Lux
- Mit:
- ÖÖÖzlem Önder
Beschreibung
Die Arbeit mit Kindern und ihren Angehörigen mit Migrationshintergrund im pädagogischen und therapeutischen Kontext gehört mittlerweile in Deutschlandzum Alltag.
Mit diesem Seminar möchte ich Sie sensibilisieren für die besonderen Umstände und Herausforderungen, die den Spracherwerb der Kinder mit Migrationshintergrund beeinflussen. “Sprechen Sie mehr Deutsch mit Ihrem Kind“… reicht leider nicht !
Ein kultursystemischer Ansatz erscheint nötig!
Sprachentwicklung unterliegt neben den rein linguistischen Parametern, vorrangig kognitiven, motorischen und sozialen Reifeprozessen. ebenso emotionalen und soziokulturellen Einflüssen.
Bei Mehrsprachigkeit kann das „mehr“ an Sprache und “ mehr“ an kulturellen Einflüssen nicht nur ein Gewinn sein, sondern auch eine zusätzliche Hürde werden!
Mehrsprachigkeit zwischen Physiologie und Pathologie erläutert am Beispiel türkischsprachigem Migrationshintergrund, zeigt die Bandbreite zwischen physiologischem Spracherwerb, echter Sprachentwicklungsstörung und „Deutschmangel“. Das gilt es sinnvoll zu differenzieren !
Dieses Prinzip lässt sich auf, alle bilingualen Spracheinflüsse übertragen.
„Andere Menschen – Andere Sitten “ – kulturabhängige Einflüsse und die Auswirkungen auf Familienstrukturen, Erziehung und Sozialisation, gesellschaftliche Erwartungen, Rollenverhalten, usw. sind nicht zu unterschätzen. Akzeptanz von Behinderung und Sondereinrichtungen werden ebenso thematisiert, wie der Umgang mit therapeutischer oder institutionalisierter Hilfe.
Hinzu kommen oft Sprachbarrieren bei den Angehörigen, die möglicherweise auch Kulturbarrieren sein können, denn Sprache bedeutet auch stets Identität.
„Die Zunge ist die Übersetzerin des Herzens.“ (arabisches Sprichwort)
Weitere Themenschwerpunkte:
- Sprachförderung zuhause, wie kann ein positives Sprachumfeld für eine ausgewogene Mehrsprachigkeit geschaffen werden?
- Welche „Missverständnisse“ können bei Beratung und Anleitung von Eltern und Angehörigen entstehen, die möglicherweise sprach – und/oder kulturabhängige Ursachen haben?
- Was ist im Therapiekonzept zu beachten? Wie kann die Therapie effektiver gestaltet werden?
Dieser kultursystemische Ansatz will konstruktiven Perspektivwechsel aufzeigen für Anamnese, Diagnostik Therapie und Elternarbeit.
Im Preis enthalten: Tagungsgetränke, Kaffeepausen, kaltes Buffet, Skript.
Begrenzte Teilnehmer(innen)zahl bis 16 Personen.
