Stottern

Übungs- und Transfergestaltung in der Stottermodifikationstherapie mit Jugendlichen und Erwachsenen

Stottern

Zeiten:
26. November 2026
UE:
8
Unterrichtseinheiten
Ort:
Online-Fortbildung
Gebühr:
149 €
Für:
Logopädie
Von:
KiST-Hannover
Ralf von der Heide
Mit:
Sascha Inderwisch

Beschreibung

Der Therapieerfolg ist immer abhängig von der Umsetzung des Erlernten in den Alltag.Gerade in der Stottertherapie spielt der Transfer von Beginn an und nicht erst gegenEnde der Therapie eine zentrale Rolle. Oft zeigt sich, dass Betroffene noch nichtausreichend desensibilisiert sind, das in der Therapie Erlernte im Alltag anzuwenden,obwohl sie die Techniken im Therapieraum umsetzen können. Dieses Seminarthematisiert diesen Umstand und gibt Anregungen zur Gestaltung desÜbungstransfers.

Seminarablauf und -inhalte:

Das Seminar beginnt mit einem kurzen Überblick zu aktuellen Erkenntnissen derÄtiologie und Symptomatologie des Stotterns, und der Vorstellung einiger gängigerDiagnostikverfahren für Jugendliche und Erwachsene zur möglichst ganzheitlichenBefundung. Anschließend befassen wir uns im ersten Teil des Seminarsschwerpunktmäßig mit dem Grundgedanken, den Inhalten und dem Aufbau derStottermodifikationstherapie (in Anlehnung an van Riper). Für die TherapiephasenIdentifikation, Desensibilisierung, Modifikation und Stabilisierung gibt das SeminarAnregungen anhand einer Übungssammlung.

Im zweiten Teil des Seminars liegt der Fokus auf der Effizienzgestaltung der Therapie und den Kriterien für einen effektiven Transfer. Neben Voraussetzungen für eine Therapie (Auftragsklärung, Zielformulierungen) thematisieren wir die Bedeutung der Selbsthilfe und die Motivation für den oftmals lebenslangen „Umgang“ mit dem eigenen Stottern. Wir besprechen die Notwendigkeit Betroffene dabei zu unterstützen, das inder Therapie Erarbeitete außerhalb des Therapieraumes sukzessive in den Alltag zuverlagern. Sie erhalten Anregungen für den Aufbau und die Gestaltung der In-Vivo-Arbeit. Abschließend widmen wir uns der eigenen Einstellung zum Thema„Stottertherapie“ und dem damit einhergehenden Rollenvorbild als Therapierende/r.

Zielgruppe:Das Seminar richtet sich an Therapierende, die bereits über grundlegendes Wissen inder Stottermodifikationstherapie verfügen und ihre Kenntnisse zur Übungsgestaltungmit besonderem Fokus auf den Transfer erweitern möchten. GrundlegendeVorkenntnisse über die Techniken Prolongation und Pullout werden vorausgesetzt.

Sascha Inderwisch

Sascha Inderwisch schloss seine Ausbildung zum Logopäden 2009 an der Lehranstalt für Logopädie in Rheine ab. Anschließend war er bis 2012 als Logopäde in einem ambulanten Therapiezentrum für Kinder und Erwachsene in Augsburg tätig.

Ab 2012 arbeitete Sascha Inderwisch in verschiedenen Praxen und klinischen Einrichtungen u.a. in der Abteilung für Physikalische Frührehabilitation im Städtischen Klinikum München-Bogenhausen (2012-2013) und im Konsildienst der Stroke-Unit im Stadtkrankenhaus Schwabach (2016-2019) mit den Schwerpunkten Dysphagie und TK-Management.

Sascha Inderwisch ist Dozent für das Fach „Laryngektomie“ an der Berufsfachschule für Logopädie in Ulm (IB) und absolvierte berufbegleitend das Bachelorstudium der „Medizinalfachberufe“ (FH-Nordhessen) und das Masterstudium „Erwachsenenbildung“ (TU Kaiserslautern).

Von 2014 bis 2020 war er primär als Lehrlogopäde (Unterricht und Supervision) an der Berufsfachschule für Logopädie in Fürth für die Fachbereiche „Redeflussstörungen“ und „Dysphagie“, und zuletzt an der Staatlichen Berufsfachschule für Logopädie am Klinikum der Universität München für den Fachbereich „Neurologische Sprach-, Sprech- und Schluckstörungen“ tätig.

Weitere Infos und Anmeldung: www.kist-hannover.de 

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