Die funktionale Perspektive der Lichtenberger® Methode hat unsere therapeutische Herangehensweise an Stimme tiefgreifend verändert. Für viele KollegInnen ist sie zur Grundlage eines differenzierten, lebendigen und wirksamen Stimmverstehens geworden. Doch gerade, wenn die Ausbildung oder das letzte Seminar schon eine Weile zurückliegen, kann es hilfreich sein, wieder einzutauchen – in die physiologischen Prinzipien, die Diagnostik und die therapeutische Anwendung.
Im Zentrum dieser Fortbildung steht die konkrete Arbeit mit Fallbeispielen. Wir lernen an realen Fällen: Anhand von Anamnesen, Stimmaufnahmen, logopädischer Diagnostik und Laryngostroboskopie entwickeln wir gemeinsam differenzierte Therapiepläne und erproben passende Übungsansätze. Dabei werden die Auswahl, Anleitung und Überprüfbarkeit therapeutischer Übungen intensiv reflektiert – immer mit Blick auf Funktionalität, Wirksamkeit und Praxistauglichkeit.
Inhalte des Seminars:
– Wiederholung der stimmphysiologischen Prinzipien der Lichtenberger® Methode aus funktionaler Sicht
– phoniatrisch-logopädisches Update inklusive ICF-orientierter Einordnung
Die Säulen der Stimmdiagnostik – Klang ist nicht gleich Funktion: Warum wir genauer hinsehen müssen.
– gemeinsame Fallarbeit mit Originalmaterial:
– Anamnese, Stimmaufnahme, Diagnostik, Stroboskopie
– Entwicklung konkreter Therapiepläne
– Auswahl geeigneter Übungen mit Fokus auf Lautmaterial, Anleitung, Umsetzbarkeit und Überprüfbarkeit
– praktisches Üben im kollegialen Austausch: Lichtenberger® Prinzipien ergänzt durch manuelle Techniken, SOVTE, sensomotorische Impulse und Nervensystemarbeit