Aktivitätenorientierte Therapie schwerer Aphasien – unter Berücksichtigung kognitiver Ressourcen der Betroffenen

Zeiten:
29. Mai 2026
14:00 bis 19:00 Uhr
30. Mai 2026
9:30 bis 17:00 Uhr
UE:
14
Unterrichtseinheiten
Ort:
Online-Fortbildung
Gebühr:
272,00 €
Punkte:
14
Fortbildungspunkte
TN:
20
Teilnehmer:innen
Für:
Logopädie

Beschreibung

Bei der Behandlung von Menschen mit schwerer Aphasie stehen die Therapierenden vor besonderen Herausforderungen, da mit den  erheblichen sprachlichen Defiziten der Betroffenen gravierende kognitive Einschränkungen und Wahrnehmungsstörungen verbunden sind.  Sie sind in ihrer Handlungsfähigkeit im Alltag und ihrer Teilhabe am Leben in der Gesellschaft sehr stark einschränkt. Das therapeutische Geschehen darf nicht nur auf die Verbesserung elementarer sprachlicher Fähigkeiten abzielen, sondern muss auch auf die Verbesserung kognitiver Einschränkungen und auf die Durchführung ganz elementarer kommunikativer Aktivitäten im Alltag der Betroffenen ausgerichtet sein. Dabei sind bei schweren Störungen kognitive Ressourcen (z. B. rechtshemisphärische Prozesse) auszuschöpfen.

Methodische Grundlage der Fortbildungsveranstaltung ist der aktivitäten-orientierte Ansatz der Aphasietherapie, dieser setzt die Aktivitäten- und Teilhabeziele der ICF didaktisch um. Eine Übungssequenz besteht aus situationseingebetteten sprachlichen Funktionsübungen und sich anschließenden kommunikativen Aktivitätenübungen; besonderes Augenmerk gilt der Nutzbarmachung von kognitiven Ressourcen.

Im theoretischen Teil der Fortbildung werden die für ein begründetes therapeutisches Handeln notwendigen neurolinguistischen, –physiologischen, –psychologischen und sprachdidaktisch-methodischen Grundlagen erörtert. Ebenso kommen wissenschaftlich nachgewiesene Wirksamkeitsprinizipien für die Aphasietherapie zur Sprache. Im praktischen Teil lernen die Teilnehmenden ein auf den theoretischen Grundlagen basierendes begründetes Übungsgeschehen kennen und erfahren, welche Übungen für die Therapie schwerer Aphasien mit den jeweiligen sprachlichen und neuropsychologischen Einschränkungen der Betroffenen zur Auswahl stehen und wie das sprachlich Geübte in Aktivitätenübungen überführt werden kann. Im Anschluss daran können die Seminarteilnehmenden in Teamarbeit selbst Didaktisierungen vornehmen. Auch die aktivitätenorientierte Angehörigenarbeit wird thematisiert; es wird erläutert, wie die Angehörigen die Betroffenen in kommunikative Alltagshandlungen einbeziehen können und welche Aktivitäten dazu – auch bei schweren Aphasien – geeignet sind.

Das Seminar bezieht sich inhaltlich auf die Arbeit mit Erwachsenen und setzt theoretisches Grundwissen im Bereich der Aphasietherapie voraus.

Zielgruppe: Sprachtherapeut:innen; Logopäd:innen; Studierende

Teilnehmerzahl: mindestens 7 Personen, maximal 20 Personen

Anmeldungsschluss: 07. Mai 2026

Teilnahmegebühren:

Mitglieder der dgs-LG Westfalen-Lippe e.V.: 237,00 €

Studierende/LAA der dgs-LG Westfalen-Lippe e.V.: 213,00 €

dgs-Mitglieder: 247,00 €

Studierende/LAA dgs-Mitglieder: 222,00 €

Nichtmitglieder: 272,00 €

Studierende/LAA Nichtmitglieder: 244,00 €

10% Frühbucher-Rabatt bei Anmeldugn bis zum 31.10.2025

Ingrid Weng

Dozent:in

noch 109 Tage

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