Kontextoptimierung - Evidenzbasierte Therapie grammatischer Störungen im Vorschul- und Grundschulalter
Pädiatrie
- Zeiten:
-
06. November 2026
13:30 bis 17:30 Uhr -
07. November 2026
9:30 bis 16:45 Uhr - UE:
-
13
Unterrichtseinheiten - Ort:
- Präsenz-Fortbildung in Ramstein-Miesenbach
- Gebühr:
- 295,00 €
- Punkte:
-
13
Fortbildungspunkte - TN:
-
16
Teilnehmer:innen - Für:
- Logopädie, Ergotherapie
- Von:
-
IFF Saar-Pfalz
Frau Lux
- Mit:
Maria Lenzen
Beschreibung
Inhalt
Die Kontextoptimierung wurde zwischen 1999 und 2003 von Hans-Joachim Motsch entwickelt und ist ein evidenzbasiertes, unterrichts- und sprachtherapiedidaktisches Konzept zur Behandlung grammatischer Störungen bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen.
Ziele
Das Ziel des Konzepts ist es, den Kontext für den Erwerb grammatischer Regeln so zu optimieren, dass sich die Lernblockaden bei den betroffenen Kindern auflösen. Im Fokus des Seminars stehen als syntaktische und morphologische Therapieziele
- Die Verbzweitstellung in einfachen Hauptsätzen,
- die Subjekt-Verb-Kongruenz,
- die komplexe Syntax sowie die Kasusmarkierungen im Akkusativ und Dativ.
Zunächst erfolgt zu jedem Therapieziel eine kurze Wiederholung des kindlichen Erwerbsprozesses.
Anschließend werden die grundlegenden Prinzipien der Kontextoptimierung erläutert und gemeinsam mit den Teilnehmenden auf die jeweiligen Therapieziele angewendet.
Dazu werden konkrete Umsetzungsbeispiele präsentiert.
Die kontextoptimierte Förderung basiert auf drei Prinzipien:
Nach dem Prinzip der Ursachenorientierung wird der Input so optimiert, dass die kritischen Merkmale der Zielstruktur auch trotz Einschränkungen in der Sprachverarbeitung besser wahrgenommen werden können (z.B. Willst du dennnn oder dennnn?). Nach der Ressourcenorientierung werden die Formate des Kindes genutzt, wie individuelle Interessen oder Alltagsrituale, und es werden Hilfen angeboten, die das Kind besser wahrnehmen kann (z.B. Symbole, Farben oder Schrift).
Das Prinzip des Modalitätenwechsels bedeutet, dass nicht nur die Rezeption und Produktion des Kindes gefördert werden, sondern auch die Reflexion über Sprache (z.B. über Korrektheitsurteile).
Ein zentraler Bestandteil der Förderung sind zudem sogenannte Kick-offs, die die Aufmerksamkeit der Kinder gezielt auf die grammatische Zielstruktur lenken und ihnen eine handlungsbasierte Erfahrung ermöglichen (z.B., dass das Verb in einfachen Hauptsätzen faul an der zweiten Stelle steht).
Jede Förderung wird individuell an das jeweilige Therapieziel und an das Kind bzw. die Therapiegruppe angepasst und anhand von konkreten Kriterien in der Schwierigkeit gesteigert.
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