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NF!T® - "Die Zunge hat keine Ohren!"

Dyslalie und Artikulationsstörungen, Kindersprache, Myofunktionelle Therapie (MFT)

Zeiten:
08. August 2023
9:30 bis 19:15 Uhr
09. August 2023
9:00 bis 19:00 Uhr
10. August 2023
9:00 bis 19:00 Uhr
11. August 2023
9:00 bis 16:30 Uhr
13. Januar 2024
9:30 bis 19:00 Uhr
UE:
80
Unterrichtseinheiten
Ort:
Offenburg
Gebühr:
1490 €
Punkte:
80
Fortbildungspunkte
TN:
14
Teilnehmer:innen
Für:
Logopädie
Von:
Fortbildungswerk
Kristin Raus und Verena Ramsteiner
Mit:
Elke Rogge

Beschreibung

Modul 1 (08. – 11.08.23):

Modul 1 wird von Frau Elke Rogge gehalten. 2023 ist das letzte Jahr, in dem Frau Rogge die Fortbildungen selbst hält.

Mund:

Welche Abweichungen kann es zu den normalen reflektorisch-vegetativen Funktionen (Atmen, Saugen, Beißen/Kauen und Schlucken) geben?

Viele Kinder haben einen ständig offenen Mund, der wegen der nicht vorhandenen Nasenatmung auch nicht zuzukriegen ist. Durch Schluckübungen geprägte Therapien führen oft nicht zum Ziel, der Mund bleibt offen! Zahnfehlstellungen und ödematös aufgequollene Gesichter sind oft die Folge.

Wir besprechen Anamnese- und Diagnosekriterien zur Planung einer nachhaltig wirkenden NF!T® (Neurofunktions!therapie), und können damit u.a. die Physiognomie der Patienten signifikant verändern, Habits wie Zähneknirschen abbauen und dauernden Infekten vorbeugen. – Oft finden die TN nicht nur vielfältige therapeutische Möglichkeiten zur nachhaltigen Behandlung ihrer Patienten, sondern auch Lösungsmöglichkeiten für eigene oder familiäre orofaziale oder kieferorthopädische Problembereiche. Besprechen und Erleben der besonderen Bahnungs-Übungen, die bei schwer- und schwerstbehinderten Kindern und Erwachsenen für eine deutliche Verbesserung der taktil-kinästhetischen Empfindung und motorischen Fähigkeiten im orofazialen Bereich sorgen. Diese Übungen sind vielfältig einsetzbar: sie eignen sich für Patienten im Wachkoma oder bei Patienten mit kognitiven Einschränkungen, aber auch bei ‚normalen‘ Myo-Patienten wirken sie Wunder, ebenso bei vorverlagertem Würgreflex, Saug- und Beißhabits, ‚Speichelinkontinenz‘, Zähneknirschen, permanenter Infekte, sog. Leckrändern, zur Gaumenweitung, zur Veränderung der Zahnstellung, usw.Die TN üben die therapeutischen Maßnahmen in 2er Gruppen mit Rollenwechsel. So kommt jeder mal in den Genuss, ‚Patient/in‘ bzw. ‚Therapeut/in‘ zu sein.

Am Ende des Moduls ‚MUND‘ erfolgt ein kurzer, schriftlicher Test.

Frau Rogge bringt benötigtes Material zur Durchführung des Seminars (Modul Mund) mit. Zur Aufbewahrung bringen alle Teilnehmer*innen bitte ein kleines Kästchen mit.

Modul 2 (13. – 16.01.24):

Modul 2 wird von Frau Cornelia Picͮugin gehalten.

Augen:

Was brauchen Augen, um sich zu entwickeln?In diesem Seminarteil werden Übungen gezeigt, mit denen einer fehlerhaften Entwicklung der Augen entgegengewirkt bzw. die Augenmotorik verbessert werden kann, z.B. bei Problemen der Blickfolgebewegungen (häufig sind „Lese- und Schreibprobleme“ darin begründet!) oder wenn Kinder z.B. Probleme mit dem Einhalten von Linien beim Schreiben haben. Es wird auch hier auf die ontogenetisch entwicklungsgemäßen (gesamtkörperlichen) Zusammenhänge eingegangen.Die Übungen zu diesem Thema werden der gesamten Gruppe demonstriert und erklärt.

Hände:

Kaum ein Kind kann heute noch ‚richtig‘ würfeln…! Einen Spielekarton zu öffnen, eine Buchseite umzublättern oder eine Spielkarte von einem Kartenstapel zu nehmen ist für viele Kinder eine echte Herausforderung. Das Kind ist ungeschickt, es hat Probleme mit der Feinmotorik, es malt, bastelt oder schreibt nicht gerne. Es hat keine gute Stifthaltung, drückt zu fest auf, und kann nicht ausdauernd und sauber schreiben. -Welche Bewegungen müssen die Hände können, in welcher Reihenfolge entwickelt sich die Handgeschicklichkeit und worauf ist zu achten?Auch hier werden Zusammenhänge zur gesamtmotorischen Entwicklung aufgezeigt und im Anschluss Übungen zur Entwicklung der Handfunktionen vorgestellt und durchgeführt.Die Übungen hierzu werden in 2 Großgruppen gemeinsam angeleitet und durchgeführt.

Körper:

Welche notwendigen Meilensteine der motorischen Entwicklung sollte jedes Kind durchlaufen?Die hier gezeigten Therapieelemente sind u.a. besonders hilfreich bei Kindern mit Problemen in der motorischen Entwicklung, der Lateralität oder der Koordination. Aber auch z.B. bei Lern- und Grammatikproblemen, der Hör-Merk-Spanne und der Konzentration reguliert sich durch die Wiederholung der motorischen Meilensteine sprachlich vieles fast von selbst. Es ist somit die ideale therapeutische Möglichkeit als Basis für die Therapie z.B. einer SEV oder VED. Außerdem wirken die Übungen unterstützend bei ‚diffusen’ Problemen, ebenso bei Therapien, die stagnieren. Es wird auf die Wirkung und die Einsatzmöglichkeiten der Körperübungen eingegangen und der theoretische Hintergrund erklärt. Alle Übungen werden intensiv praktisch erarbeitet und die helfenden Griffe geübt. Auch hier kommt jeder in den Genuss, mal Therapeut und mal ‚Patient’ zu sein!(Bei allen Körperübungen gilt: Jeder darf – niemand muss mitmachen!)

Veranstaltungsort

FortbildungsWERK
Senefelderstraße 4
77656 Offenburg
Deutschland
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