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Lebenswelt Bett - Bettlägerigkeit und ihre Folgen

Start:
03. September 2021
9:00 Uhr bis 17:00 Uhr
UE:
8
Unterrichtseinheiten
Ort:
Hannover
Gebühr:
165 €
Punkte:
8
Fortbildungspunkte
TN:
8
Teilnehmer:innen
Für:
Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie
Von:
Leibniz Kolleg
Detlef Wotschke
Mit:
Sabine Baumbach

Beschreibung

Lebenswelt Bett - Bettlägerigkeit und ihre Folgen

Bettlägerigkeit

Diese Fortbildung mit Sabine Baumbach befasst sich mit der Bettlägerigkeit und den damit verbundenen Begleitumständen sowohl von jungen als auch betagten Erkrankten.
Bettlägerigkeit verändert das Leben von Pflegebedürftigen.
Dabei macht es oft keinen Unterschied, ob es sich um multimorbide und an Demenz erkrankte Menschen handelt, oder temporär eingeschränkte Patienten.
Die Bedeutung und Auswirkungen dieser Lebensumstände für Betroffene, Angehörige, Freunde, Pflegende, Betreuende, Mitbewohner und Therapeutinnen werden in diesem Seminar umfassend und praxisnah erörtert und unterrichtet.

Pflegebedürftigkeit
Wie können wir verstehen und nachempfinden, was Bettlägerigkeit für die Betroffenen und ihr soziales Umfeld bedeutet?
Welche Möglichkeiten stehen uns zur Verfügung um den Pflegebedürftigen Lebensqualität und Lebendigkeit zu ermöglichen, sie in dieser Situation zu unterstützen, ihre Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern?

Probleme durch Bettlägerigkeit

Für gesunde Menschen ist das Bett ein Ort der Erholung und Entspannung und des Schlafes. Für Pflegende, Ärztinnen und Therapeutinnen ist das Bett eine Arbeitsfläche. Für den Pflegebedürftigen ist das Bett der verbliebene Lebensraum für die ihm verbleibende Lebenszeit. Der Bettlägerige Mensch hat nur noch rund 1,9 Quadratmeter „Wohnfläche“ für seine Lebenszeit, hier spielt sich alles ab: Wohnen, Essen, Waschen, „zur-Toilette-gehen“ – das Bett wird zum allumfassenden Lebensraum. Wie also schaffen es Angehörige, Freunde, Pflegende, Betreuende oder Therapeutinnen, diesen Lebensraum so angenehm und gemütlich wie auch praktisch zu gestalten und den Pflegebedürftigen im besten Fall in diese Gestaltung mit einzubeziehen? Unter den folgenden Gesichtspunkten vermittelt Ihnen das Seminar Inhalte, die zu einem besseren Verständnis helfen und zu neuen Ideen anregen können.

  • Der Mensch, der im Bett lebt – Wahrnehmung und Funktionen des menschlichen Daseins
  • Was führt zu Bettlägerigkeit – Aus der Sicht eines Patienten vs. aus der Sicht von Pflegenden, Betreuenden und Therapeutinnen
  • Interprofessioneller Dialog – Der umfassende Blick auf jeden einzelnen Betroffenen unter Berücksichtigung der biografischen Daten, Copingstrategien und individuellen Lebenserfahrungen
  • Helfen, sich Zeit nehmen, loben und mobilisieren – Kognitive Fähigkeiten fördern, Bewegung schmackhaft machen & Hilfestellungen anbieten
  • Geborgenheit im Zimmer ermöglichen – Verlust des „Zuhause-Gefühls“
  • Sprechen und berühren – Berührungen ermöglichen und am aktuellen sozialen Geschehen teilhaben lassen
  • Auf Augenhöhe mit dem Patienten sprechen – Nicht von oben herab

Jeder von Ihnen wünscht sich die beste Gesundheit bis in das hohe Alter. Wird dies jedoch durch Krankheiten oder Unfälle negativ beeinflusst, bleibt der Wunsch nach einem hohen Maß an Menschlichkeit derer, die sich um Ihre Bedürfnisse des täglichen Lebens kümmern. Pflegende, Ärztinnen, Betreuende, Therapeutinnen, Angehörige und Freunde sollten an einem Strang ziehen und bewusst wahrnehmen, wie sich der „Lebensraum Bett“ anfühlt.

Diese Fortbildung unterstützt Sie, Bedürfnisse der Pflegebedürftigen gezielter zu erkennen und bewusst deren Willen als eigenständig wahrzunehmen.

Veranstaltungsort

Leibniz Kolleg Hannover
Karl-Wiechert-Allee 66
30625 Hannover
Deutschland
Leibniz Kolleg
Akademie und Schulungszentrum
Karl-Wiechert-Allee 66
30625 Hannover

+49 0800 5888959

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