Neurozentriertes Training in der Therapie – Grundkurs
- Zeiten:
-
11. Juli 2026
09:00 bis 18:00 Uhr -
12. Juli 2026
08:30 bis 16:00 Uhr - UE:
-
18
Unterrichtseinheiten - Ort:
- Präsenz-Fortbildung in Augsburg
- Gebühr:
- 430,00 €
- Punkte:
-
18
Fortbildungspunkte - TN:
-
24
Teilnehmer:innen - Für:
- Ergotherapie, Physiotherapie
- Von:
-
ZiFF-GmbH
Uli Masuhr
- Mit:
Thomas Klingelhöfer
Beschreibung
Neurozentriertes Training gezielt nutzen: verstehen, wie das ZNS Bewegung, Stabilität und Schmerz steuert. Sie lernen Screening, Interpretation neuronaler Antworten und die effiziente Integration in die Therapie und den Alltag. Neurozentriertes Training setzt bei der Steuerung an: Bewegung entsteht im zentralen Nervensystem. Dieser Kurs vermittelt Grundlagen, Screening und praktische Stimulation, um neuronale Prozesse strukturiert in die Therapie zu integrieren.
Kursfokus & Inhalte:
- Bewegungs- und Schmerzphänomene als Sicherheitsstrategie des Nervensystems fachlich einordnen
- Befundhinweise aus Wahrnehmung und Motorik so strukturieren, dass daraus klare therapeutische Prioritäten entstehen
- Kurze Screenings sicher in den Behandlungsablauf einbauen und Ergebnisse für die Planung nutzbar machen
- Reaktionen auf Reize im Verlauf beobachten, interpretieren und die Dosierung der Intervention anpassen
- Stabilität im Alltag über geeignete Anforderungen und Aufgabenplanung gezielt unterstützen
- Aktive Mitarbeit und Aufmerksamkeit als Wirkfaktoren im Vorgehen konkret sichern
- Heimprogramme so entwickeln, dass sie alltagstauglich, überprüfbar und schrittweise steigerbar sind
- Vorgehen so gestalten, dass es auch bei kurzen Therapieeinheiten effizient anwendbar bleibt.
Einschränkungen in Leistung, Stabilität, Muskeltonus, Haltung oder Schmerz dienen häufig der Sicherheit des „Systems Mensch“. Das zentrale Nervensystem steuert dabei sämtliche Vorgänge auf Basis von Input aus wahrnehmenden Systemen. Wird Input mangelhaft weitergeleitet, falsch interpretiert oder unzureichend integriert, kann dies die Handlungsfähigkeit deutlich einschränken.
Die Fortbildung vermittelt neurophysiologische und neuroanatomische Grundlagen der bewegungssteuernden Systeme im zentralen Nervensystem, ihre praktische Überprüfung und ihre gezielte Stimulation. Sie erarbeiten ein Verständnis dafür, dass Bewegung das Endresultat komplexer neuronaler Prozesse ist – und wie sich diese schnell screenen, die neuronale Antwort interpretieren und effizient in die Therapie integrieren lassen.
Im Kurs werden zentrale Fragen moderner Neurotherapie bearbeitet: willkürliche Bewegung auf Basis unwillkürlicher Prozesse, reflexive Stabilität, die Rolle von Aufmerksamkeit und aktiver Mitarbeit sowie die Entwicklung eines strukturierten Heimprogramms. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umsetzung in zunehmend knappen Therapieeinheiten.
Kursinhalte im Überblick:
- neurophysiologische und neuroanatomische Grundlagen
- bewegungssteuernde Systeme und ihre Hierarchie
- Grundlagen und Bedeutung reflexiver Stabilität
- wichtigste Reflexsysteme und ihre Funktion
- Screening des visuellen, vestibulären und propriozeptiven Systems
- Bedeutung und Optimierung des peripheren Nervensystems
- Grundlagen funktioneller Therapie
- Integration aktiver und funktioneller Übungen in den Alltag.
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Schnell zu sein lohnt sich in der Regel.
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